Verkaufte Produkte ohne Zubehör
Ausgangssituation: Ein Kabelhersteller verkauft 4 km Kabel und die Kabelspezifikation lässt vermuten, dass das Kabel nicht am Stück eingesetzt wird. Jedoch wird keinerlei Zubehör von Herstellerseite mitverkauft.
Lösungsansatz: Ein aussagekräftiges Statistiksystem kann eine Relation zwischen verkauftem Kabel inkl. Länge und dem Mittelwert des üblicherweise verkauften Zubehörs (Steckverbinder, Schellen,...) herstellen. Der Vertriebler kann somit den Regionalmarkt bzw. das Kundenprojekt genauer betrachten. Sind eventuelle Mitbewerber am Markt präsent bzw. kann eine direkte Kundenansprache Abhilfe schaffen?
Graumarktanalyse, Grauimporte
Die hohe Vergleichbarkeit der aktuellen Absatzzahlen mit historischen Daten innerhalb eines BI-Systems ermöglicht eine exakte Vorhersage des Marktverhaltens.
Ein Land welches in der Vergangenheit jährlich 20tsnd Einheiten verkauft hat, jetzt aber 40tsnd Einheiten umsetzt, muß und kann durch BI-Analysen näher betrachtet werden. Wie ist das Preisgefüge? Unter Umständen verursacht der niederigere Marktpreis im Zielland, re-importe nach Deutschland.
Wettbewerbsbeobachtung
Jeder erfolgreiche Vertriebler sammelt täglich Informationen über seinen Markt. Er kennt seine Mitbewerber, deren Produkte und deren Preise.
Wenn dieses Wissen in einer zentralen Datenbank zusammengefasst wird, können sehr präzise regionale Verkaufsbetrachtungen getätigt werden. Auffälligkeiten wie regionale Umsatzeinbrüche, können sehr schnell mit allen bekannten Mitbewerberdaten in Verbindung gebracht werden. (Günstigere Konditionen eines Mittbewerbers, neuer Marktteilnehmer, Produkteinführungen,...)
Forecast
Durch detaillierte Preisbeobachtung und Dokumentation des Marktes können anhand einer simulierten Preisänderung eines eigenen Produktes sehr schnell (und vor allem ohne Risiko) etwaige Auswirkungen auf das Absatzverhalten vorhergesagt werden.
Dead on Arrival (DoA)
Ein international tätiges Unternehmen will mit Hilfe von BI seine tatsächlichen Lieferausschußkosten betrachten. Dies bedeutet nicht nur am Bestimmungsort defekt ankommende Produkte, sondern auch die damit verbundenen Transport- und Abwicklungskosten sollen in Betracht gezogen werden.
Ein Land mit deutlich geringerer Anzahl an DoA-Produkten kann bei der Problemlösung einen deutlich höheren Stellenwert bekommen als ein Land mit einer weitaus höheren DoA-Quote. Die Ursachen hierfür können in teuren Transporkosten (Zoll, Distanz, etc.) oder höheren Folgekosten (Haftung, Schadenersatz,...) liegen.
Ausbildung vs. Ausschuß
Der Bildungsstand von Maschinenführern kann in ein direktes Verhältnis mit den Maschinenstillstandzeiten und/oder der Ausschußquote gesetzt werden. Hierbei zeigt sich zumeist, dass Fortbildungen einen direkten Einfluß auf die Arbeitsqualität haben.
Produktlagerkosten im Vergleich zum Rohstoffpreis
Bei der Betrachtung und Analyse von Produktlagerkosten dürfen bei bestimmten Produkten, welche extremen Schwankungen der Rohstoffpreise ausgesetzt sind, die tatsächlichen Lagerverluste nicht ausser Acht gelassen werden.
Beispiel: Bei der Chip-Produktion sind Tagespreise üblich, um so direkt auf Veränderung der Rohstoffpreise reagieren zu können.
Lagerkosten vs. Erlösanteil
Eine gesonderte Betrachtung der Lagerkosten kann unter Umständen zu erstaunlichen Ergebnissen führen. Ein Produkt, welches bisher als Renner geführt wurde, hat im Verhältnis weitaus höhere Lagerkosten als bisher angenommen. Unter Umständen fressen diese Kosten einen Großteil des bisher angenommenen Erlösanteils. Hierbei kann die Betrachtung der nötigen Lagerbewegungen bis zur erfolgten Auslieferung einen Hinweis liefern die Lagerstruktur anzupassen. Bspw. durch Schaffung eines gemeinsamen Lager- und Kommissionierbereichs oder Umstellung auf ein Blocklager.



